Warum diese Rezeptur funktioniert
Salami und ’Nduja geben beide Fett und Salz ab. 60 g plus 25 g verhindern, dass die Mitte in orangefarbenem Öl frittiert; abgetropfte Tomate und Mozzarella liefern genug Feuchtigkeit. Frische Chili bringt Aroma – es geht nicht darum, jede Schärfequelle aufzutürmen.
Ehrliche Zeitplanung
| Aktive Vorbereitung | 12 min |
| Hydration / Gare / Vorheizen | 45 min |
| Kochen / Backen | 8 min |
| Gesamte verstrichene Zeit | 1 Std. 5 Min. |
Zutaten
- reifer Pizzateigling250 g
- geschälte Tomaten, zerdrückt und abgetropft80 g
- feines Meersalz1 g
- gut abgetropfter Fior di Latte80 g
- scharfe italienische Salami, dünn geschnitten60 g
- ’Nduja, gekühlt25 g
- frische rote Chili, dünn geschnitten5 g
- natives Olivenöl extra5 g
Ausrüstung
- Pizzastein oder Backstahl und Schieber
- kleines Sieb
- scharfes Messer
- wenn vorhanden Infrarotthermometer
Genaue Zubereitung
- 1. Stein oder Stahl bei maximaler Ofenhitze mindestens 45 Minuten vorheizen. Im Pizzaofen den Boden bei ungefähr 430–450 °C stabilisieren.
- 2. Tomaten zerdrücken, 5 Minuten abtropfen und Salz einrühren. Mozzarella abtropfen und trocken tupfen; Salami und Chili sehr dünn schneiden.
- 3. Sehr weiche ’Nduja 10 Minuten kühlen und dann erbsengroß abzupfen. Große Klumpen geben an einer Stelle zu viel Fett ab.
- 4. Teig auf dem leicht bemehlten Schieber auf 28–30 cm öffnen und einen 1–2 cm breiten luftigen Rand erhalten. Vor dem Belegen Gleitfähigkeit prüfen.
- 5. Tomate dünn verstreichen. Mozzarella mit Lücken, Salami ohne Überlappung und kleine ’Nduja-Stücke zwischen den Salamischeiben verteilen.
- 6. Die Hälfte der frischen Chili vor dem Backen auflegen. Den Rest zurückhalten, damit die fertige Pizza neben gegarter Schärfe auch frisches Chiliaroma bekommt.
- 7. Im Pizzaofen 60–90 Sekunden unter häufigem Drehen oder auf vollständig aufgeheiztem Haushaltsbackstahl etwa 5–8 Minuten backen. Herausnehmen, wenn der Boden gebräunt ist und sich die Fleischränder kräuseln, bevor tiefe Fettpfützen entstehen.
- 8. Pizza kurz neigen, damit Oberflächenfett zum Rand läuft; nur deutliche Pfützen bei Bedarf abtupfen. Mit restlicher Chili und Olivenöl abschließen und 1 Minute ruhen lassen.
Woran man erkennt, dass es fertig ist
- Die Salamireänder sind gekräuselt und leicht knusprig, nicht schwarz verbrannt.
- ’Nduja ist in kleinen roten Inseln geschmolzen und flutet nicht die Mitte.
- Ein Stück trägt sich trotz des fettreichen Belags.
Fehlerbehebung
- Oranger Ölsee: Fleisch nicht überlappen und ’Nduja kleiner portionieren.
- Zu salzig: Tomate nur leicht salzen und beide Wurstsorten vorab probieren.
- Aggressive Schärfe ohne Aroma: die Hälfte der frischen Chili fürs Finish zurückhalten.
- Nasse Mitte: Tomate und Mozzarella abtropfen; mehr Mehl auf dem Schieber behebt keine Belagfeuchte.
So wird das Grundrezept angepasst
- Für mildere Diavola zuerst ’Nduja halbieren, bevor Salami reduziert wird; das senkt die flächige Schärfe und erhält knusprige Fleischtextur.
- Für zusätzliche Schärfe nach dem Backen 0,25 g Chiliflocken ergänzen, nicht vorher dick aufstreuen.
- Etiketten prüfen: Milch, Senf und Sulfite können je nach Salami und ’Nduja zusätzliche Allergene sein.
Aufbewahrung und Lebensmittelsicherheit
Innerhalb von 2 Stunden kühlen und innerhalb von 2 Tagen essen. In heißer Pfanne oder im Ofen dampfend heiß aufwärmen; Pökelware wird beim Austrocknen salziger, daher nicht überbacken.
Allergene
Gluten (Weizen), Milch Je nach gewähltem Produkt zusätzlich möglich: Senf, Sulfite.
Immer jede Packungsangabe und das Kreuzkontaktrisiko prüfen; Herstellerrezepturen können sich ändern.
